Fernstudium beim ILS - Interview mit Ingo Karsten, Direktor des ILS

Mo, 30. Juli 2001
Quelle: ActiveVB-Newsletter - 30. Juli 2001

HERR KIRSCH: Was ist eigentlich Fernunterricht?

HERR KARSTEN: Von Fernunterricht spricht man, wenn "... der Lehrende und der Lernende ausschließlich oder über-wiegend räumlich getrennt sind ." (Fernunterrichtsschutzgesetz §1, Abs.1). Die Lerninhalte sind erwachsenengerecht aufbereitet und werden in den meisten Kursen über Studienhefte, Audiokassetten, CBTs und WBTs vermittelt. Seminare, Trainings und Prüfungsvorbereitungen ergänzen die Studienmaterialien.

Mindestens genauso wichtig wie die Vermittlung der Lerninhalte ist die Betreuung der Lernenden. Diese dokumentieren über Einsendeaufgaben, dass sie den Lernstoff verstanden haben und anwen-den können. Spezielle Fachtutoren korrigieren die Einsendeaufgaben, benoten sie und geben dem Fernstudenten zusätzlich hilfreiche Hinweise. Auch wenn während des Lernens Fragen auftreten, kann man sich an seinen Fachtutor wenden. Die meisten Studenten senden uns ihre Frage mittlerweile als E-Mail, die wir dann so schnell wie möglich beantworten.

Genutzt wird Fernunterricht hauptsächlich von Berufstätigen, die sich neben dem Job von zu Hause aus weiterbilden. Ihr Ziel ist meistens, einen Karriereschritt zu machen oder in einen anderen Beruf zu wechseln.

HERR KIRSCH: Welches Ansehen hat Ihr Institut?

HERR KARSTEN: Das ILS, ein Unternehmen der Klett-Gruppe, ist mit über 170 Fernlehrgängen Deutschlands größte Fernschule. Alle Fernlehrgänge sind staatlich zugelassen. Dazu kommen Fernlehrgänge, die speziell für Firmenkunden wie die Deutsche Bahn AG, den AWD, die Deutsche Bank oder die Lufthansa erstellt wurden.

Vom Auswärtigen Amt sind wir beauftragt, als Fernschule deutsche Kinder im Ausland zu unterrichten. Welche Vorteile bringt mir ein Fernstudium konkret - im Berufsleben? Fernstudenten erwerben wichtiges Fachwissen und können dieses über ihr Abschlusszeugnis, Diplom oder Zertifikat auch dokumentieren. Mit einem Fernstudium weisen sie gleichzeitig Eigeninitiative und Organisationsfähigkeiten nach. Sie sind in der Lage, sich eigenständig wichtige Kenntnisse anzueignen. All das sind Fähigkeiten, die von Personalchefs gefordert werden. Das Fernstudium zahlt sich also auf jeden Fall aus.

HERR KIRSCH: Kann ich ein Fernstudium absolvieren, auch wenn ich beruflich stark eingespannt bin, wie viel Zeit benötige ich pro Tag oder Woche?

HERR KARSTEN: Unsere Fernlehrgänge sind so angelegt, dass man mit ca. 10 bis 15 Stunden die Woche auskommen sollte. Studenten, die nicht so viele Wochenstunden aufwenden können und entsprechend länger für ihr Studium benötigen, erhalten von uns eine kostenlose Verlängerung der Korrektur- und Betreuungsdauer. Durch diesen kostenlosen Service kann man die normale Lehrgangsdauer um noch einmal bis zu 50 Prozent verlängern. Zeitdruck wird also nicht aufkommen.

HERR KIRSCH: Kann ich auch ein graduiertes Diplom ablegen?

HERR KARSTEN: Zur Zeit bieten wir Lehrgänge mit institutsinternen, staatlichen und öffentlich-rechtlichen Abschlüssen an. Dazu kommt - voraussichtlich ab Oktober - unsere Europäische Fernhochschule Hamburg. In Planung ist noch ein MBA-Programm. Damit sollten wir dann für fast jeden Wunsch das entsprechende Angebot haben.

HERR KIRSCH: Welche Lehrgänge im technischen / programmier-technischen Bereich bieten Sie an?

HERR KARSTEN: Unser Informatik-Institut und unser Technisches Lehrinstitut bieten über 70 Fernlehrgänge an. Ent-sprechend groß ist die Bandbreite. Ich empfehle deshalb, sich im Internet unter www.ils.de einmal das Angebot anzusehen. Dort oder unter der Telefonnummer 040/675 70-177 kann man auch unser um-fangreiches Studienhandbuch mit detaillierten Beschreibungen aller Kurse anfordern. Die "Renner" sind im Informatik-Institut zur Zeit C/C++-Programmierer/in, Netzwerkadministrator/in, Internet-Betreuer/in und Java-Programmierer/in. Im Technisches Lehrinstitut werden besonders Chemotechni-ker/in, KFZ-Techniker/in, Industriemeister/in Metall und Elektrotechnik sowie Fachlehrgänge nachge-fragt. Interessant ist auch die Entwicklung in unserem Kaufmännischen Lehrinstitut. Hier sind der/die Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik und der/die Technische Betriebswirt/in von größtem Interesse. Die Verknüpfung von Betriebswirtschaft und Technik bzw. Informatik bietet auch aus meiner Sicht eine großartige Karrierechance.

HERR KIRSCH: Welche sind geplant? Wann ist damit zu rechnen?

HERR KARSTEN: Neu sind im Bereich Informatik "VBA-Programmierung" und "eCommerce - Business im Internet". Aufgrund der großen Nachfrage wollen wir demnächst auch die "European Computer Driving Licence" als Fernlehrgang anbieten. Im Technikbereich haben wir gerade einige neue Lehrgänge auf den Markt gebracht. Herausragend ist hier wohl der gemeinsam mit Lufthansa entwickelte Fernlehrgang Industriemeister/in Luftfahrttechnik.

HERR KIRSCH: Was kostet mich der Spaß?

HERR KARSTEN: Die monatliche Studiengebühr liegt im Schnitt zwischen 90,-- und 120,-- EURO. Die Dauer des Lehrgangs ist natürlich abhängig vom jeweiligen Ausbildungsziel.

HERR KIRSCH: Was sind für Prüfungen zu absolvieren?

HERR KARSTEN: Auch die erforderlichen Prüfungen sind abhängig vom Lehrgangsziel. Bei einigen unserer Lehrgänge genügt es, dass die Einsendeaufgaben erfolgreich bearbeitet werden. In anderen Kursen gibt es insti-tutsinterne Abschlussprüfungen oder Prüfungen an Schulen, IHK's und bei Kooperationspartnern wie dem TÜV Rheinland. Übrigens, und damit komme ich auf die Frage zurück, was für uns spricht, be-stehen bei uns über 90 Prozent der Prüfungsteilnehmer. Das spricht sicher auch für uns.

HERR KIRSCH: Welche Zugangsvoraussetzungen gibt es?

HERR KARSTEN: In unserem Informatik-Institut gibt es kaum Zugangsvoraussetzungen. Im Technischen Lehrinstitut wird in den meisten Fällen eine fachlich geeignete abgeschlossene Berufsausbildung gefordert. Für den Fernlehrgang Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in sollte man mindestens einen Realschulabschluss nachweisen können.

HERR KIRSCH: Kann ich auch Schulabschlüsse nachholen?

HERR KARSTEN: Selbstverständlich. Mit uns können Sie Ihren Hauptschul- und Realschulabschluss sowie die Fachhochschulreife und das Abitur nachholen. Insbesondere das Abitur wird in unserem Allgemeinbilden-den Lehrinstitut stark nachgefragt.

HERR KIRSCH: Wie viele Kursteilnehmer haben Sie und wie ist der Altersdurchschnitt?

HERR KARSTEN: Wir haben pro Jahr ca. 23000 private Kursteilnehmer, hinzu kommen dann noch die Teilnehmer aus unserem Firmengeschäft. Im Schnitt sind die Studienteilnehmer zwischen 25 und 40 Jahre alt, zunehmend auch über diese Altergruppe hinaus.

HERR KIRSCH: Welche Vorteile hat Ihr Institut gegenüber anderen?

HERR KARSTEN: Wir bieten modernste Studienunterlagen und hervorragende Betreuungsleistungen. Aber natürlich sollte sich jeder Interessent seine eigene Meinung bilden. Man kann sich schon vor dem Studium bei uns unter der Telefonnummer 040/675 70-177 umfassend beraten lassen. Auch ein kostenloses vier-wöchiges Probestudium ist möglich. Man kann uns also testen. Immer wichtiger geworden ist für unse-re Kunden das Online-Studienzentrum, in dem mittlerweile über 7.000 Studenten per Internet miteinander und mit uns kommunizieren. Sehr positiv aufgenommen wurde auch unser neues Angebot, telefonisch Fragen an Fachlehrer zu stellen.

HERR KIRSCH: Vielen Dank für das Interview.

Das Interview führte Björn Kirsch, Redakteur bei ActiveVB.



ILS-Pressestelle c/o Laub & Partner GmbH · Melanie Thieme
Tel.: 040 / 656 972-13 · Fax: -50 · E-Mail: melanie.thieme@laub-pr.com

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