Klingt einfach: gemütlich zu Hause lernen und dann mit dem Fachwirt durchstarten. Doch der Kurs ist harte Arbeit. Aber die lohnt sich.
Der frühe Vogel fängt den Wurm. Zumindest im Sommer. Und so piepte bei Sandra Thomsen früh um sechs der Wecker: Zeit fürs Studium. "So konnte ich schon vor der Arbeit zwei Stunden lernen", erzählt die 24-Jährige aus Kiel, die seit einem Jahr einen ILS-Fernlehrgang zum Tourismusfachwirt macht. Jetzt, wo es morgens dunkel ist, schafft sie das frühe Lernen nicht mehr. "Dann muss ich abends ran", stöhnt sie, "ganz schön anstrengend." Und doch ist sie vom Fernstudium überzeugt: "So behalte ich meinen Reisebüro-Job und komme weiter."
Wie Sandra büffeln immer mehr Expis am Feierabend. Beliebt sind die 18-monatigen Fernkurse zum Tourismusfachwirt. […]
Chefs loben das Studium
Und wer nach dem Fernlehrgang den Abschluss in der Tasche hat, punktet nicht nur mit seinem neuen Fachwissen. Laut Forsa-Umfrage schätzen Unternehmen bei Fernstudierenden vor allem die hohe Eigenmotivation (97 Prozent), die Selbstständigkeit (94 Prozent) und Offenheit für neue Ideen (82 Prozent).
Doch bis man den Abschluss in der Tasche hat, heißt es: dranbleiben, konsequent. "Ich habe mir einen richtigen Stundenplan gebastelt", sagt Sandra Thomsen. Und wenn sie mal einen Durchhänger hat? "Schokolade hilft immer", lacht sie.
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