Wenn sich Prominente schon interviewen lassen, möchten viele ein Mitspracherecht, was vom Gespräch veröffentlicht werden darf, was besser noch etwas abgerundet wird und was besser nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Journalisten können ein (Klage)Lied davon singen.
Die Klagen darüber, dass Prominente gerne vorher wissen möchten, was sie in einem Interview gefragt werden, und hinterher nicht nur ihre eigenen Aussagen wieder streichen, sondern auch noch vorgesehene Überschriften verändern oder nur Fotos zulassen, die ihnen genehm sind, häufen sich, seitdem es üblich geworden ist, Gespräche autorisieren zu lassen. Die Website 2ozwoelf.de, die sich ausschließlich mit dem Thema Pressefreiheit beschäftigt, hat nun aufgelistet, worauf Stars wie Heidi Klum, Helge Schneider, Florian Silbereisen oder Til Schweiger bestehen, und Auszüge aus den Verträgen veröffentlicht, die Journalisten vor einem Interview mit ihnen vorgelegt werden:
Gestöhnt wird auch immer, wenn sich bei einer Recherche herausstellt, dass alles doch etwas anders aussieht, als man es vorab einer Redaktion dargestellt und verkauft hat. So etwas passiert selbst den erfahrensten Reportern und ist keineswegs böser Wille, ja, der Schweizer Schriftsteller und Journalist Peter Stamm ist sogar der Meinung, dass das Scheitern ein wesentlicher Teil des Schreibprozesses sei.
hsk
http://20zwoelf.de/static,PromisInterviewStreichen_de.htm
http://www.reportagen.com/blog/2012/02/24/peter-stamm-es-gibt-keine-wirklichkeit
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