Dank Fernlernen in der Fremde heimisch werden

Larysa Shynkarenko-Huy (42) aus Schöningen erhält den Studienpreis DistancE-Learning 2008 in der Kategorie "Fernlernerin des Jahres"

Für Larysa Shynkarenko-Huy (42) aus Schöningen bei Braunschweig wurde Fernlernen nicht nur der Schlüssel zum beruflichen Erfolg, sondern auch zum entscheidenden Faktor, um sich in Deutschland zu Hause zu fühlen. Die gebürtige Ukrainerin nutzte die flexible Lernmethode auf vielfältige Weise: So vertiefte sie im Fernlehrgang "Rechtswesen" beim ILS Institut für Lernsysteme ihr Fachwissen als beeidigte Dolmetscherin und Übersetzerin am Landgericht Braunschweig. Dafür übersetzte sie die kompletten Studieninhalte eigenständig ins Russische und Ukrainische, um sich das Fachvokabular anzueignen. Gleichzeitig knüpfte die allein erziehende Mutter im Online-Studienzentrum viele Kontakte zu anderen Fernlernenden und schloss neue Freundschaften. Privat wie beruflich läuft es jetzt richtig gut: Auch ihr vor einem Jahr gegründetes eigenes Unternehmen für Beratungs- und Sprachdienstleistungen floriert.Für ihre beeindruckende Leistung, sich per Fernlernen ein solides Standbein in ihrer Wahlheimat aufzubauen, verleiht eine unabhängige Jury des Fachverbandes Forum DistancE-Learning Larysa Shynkarenko-Huy den Studienpreis DistancE-Learning 2008 in der Kategorie "Fernlernerin des Jahres". Der Preis wird ihr am 15. April 2008 im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin vom Parlamentarischen Staatssekretär Andreas Storm übergeben.

Larysa Shynkarenko-Huy spricht fünf Sprachen und arbeitete nach ihrem Studium in der Ukraine als Beraterin, Dolmetscherin und Übersetzerin. Als sie 1999 mit ihrer damals 11-jährigen Tochter nach Deutschland kam und kurz darauf heiratete, ahnte sie natürlich nicht, dass die Ehe wenige Jahre später schon wieder zerbrechen würde. Nach der Trennung von ihrem Mann machte sie sich auf, ihre eigenen beruflichen Pläne zu verwirklichen. "Nur in einer Gesamtheit aus meiner langjährigen geschäftlichen Erfahrung und der Weiterbildung, hier in Deutschland, sah ich eine Perspektive, meinen Kunden eine kompetente Leistung anbieten zu können", erinnert sich Frau Shynkarenko-Huy. Sie begann den ILS-Fernlehrgang "Rechtswesen", um ihre Übersetzungen von Verträgen für Ihre Kunden einwandfrei zu gestalten. Nun musste sie ihre Zeit zwischen Beruf, Kind und Fernlernen aufteilen. Trotzdem absolvierte sie den Unterrichtsstoff freiwillig in drei Sprachen und wiederholte alles aus eigener Initiative auf Russisch und Ukrainisch. "Bildung spielte in meiner Familie schon immer eine wichtige Rolle. Auch meine Tochter habe ich angesteckt, sie ist begeistert von den Möglichkeiten des Fernlernens."

Direkt nach dem Abschluss ihres Fernlehrgangs gründete die Studienpreisträgerin ihr eigenes Unternehmen und berät heute international arbeitende Firmen bei der erfolgreichen Integration und Entwicklung auf dem osteuropäischen Markt. Und sie bleibt dem Fernlernen treu: Schon parallel zum Rechtswesen-Lehrgang belegte Larysa Shynkarenko-Huy einen zweiten Fernkurs im Bereich Belletristik. Und um ihre Arbeit noch professioneller auszuführen, absolviert sie seit einem Jahr den ILS-Fernlehrgang zur Marketingreferentin. Frau Shynkarenko-Huy ist erfreut über ihre Weiterbildung: "Ich fühle mich durch die, während des Fernlernens, erworbenen Kenntnisse in meiner Wahlheimat wirklich integriert und zugehörig.

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Dörte Giebel
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