Mit viel Ehrgeiz die Jugendsünden ausgemerzt

Marc-Lorenzo Schulz (25) aus Pforzheim erhält den Studienpreis DistancE-Learning 2009 in der Kategorie "Fernlerner des Jahres"

Marc-Lorenzo Schulz (25) aus Pforzheim zeigt eindrucksvoll, dass es trotz schlechtem Schulabschluss noch nicht zu spät sein muss, um den Traumberuf zu verwirklichen: Neben seiner Berufsausbildung zum IT-Systemelektroniker und einer parallel laufenden Weiterbildung holte er per Fernunterricht beim ILS Institut für Lernsysteme das Abitur mit der herausragenden Note 1,5 nach. Endlich konnte er 2008 sein Wunschstudium der Elektro- und Informationstechnik an der Universität Karlsruhe aufnehmen.

Marc-Lorenzo Schulz wird für seine große Eigenmotivation und seine hohe Belastbarkeit von einer unabhängigen Jury des Fachverbandes Forum DistancE-Learning zum Studienpreisträger DistancE-Learning 2009 in der Kategorie "Fernlerner des Jahres" gewählt. Der Preis wird ihm am 27. April 2009 im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin vom Parlamentarischen Staatssekretär Andreas Storm übergeben.

Eigentlich schien die Uhr schon abgelaufen zu sein: Marc-Lorenzo Schulz hatte Schule und Noten nie für wichtig gehalten. Er merkte zu spät, dass er mit einem Durchschnitt von 3,4 in der Fachhochschulreife schlechte Berufsaussichten haben würde. Nur mit großer Mühe bekam er einen Ausbildungsplatz zum Elektroniker für Geräte und Systeme, der im ersten Lehrjahr aus dem Besuch der Berufsschule bestand. "Die Aussicht auf 40 Jahre Routinejob weckten schließlich meinen Ehrgeiz," berichtet der Pforzheimer. "Es war schon immer mein Traum gewesen, Ingenieur zu werden. Ich will aktiv am technischen Fortschritt beteiligt sein, selbst Verantwortung tragen - zum Studieren fehlte mir dann aber das Abitur." Deshalb begann er 2004, per Fernlehrgang beim ILS den versäumten Schulabschluss nachzuholen. Er nahm in Kauf, dass er nun neben dem Unterhalt für sich und seine Partnerin, die zeitweise arbeitslos war, auch den Fernlehrgang finanzieren musste. In seinem Umfeld fand er nur wenig Unterstützung für sein Vorhaben. "Meine Partnerin glaubte an mich. Meine Familie und viele Freunde standen der Sache hingegen kritisch gegenüber", erinnert sich der 25-Jährige.

Die Mehrfachbelastung erhöhte sich sogar noch, als das Unternehmen, bei dem Marc-Lorenzo Schulz seine Ausbildung absolvierte, in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet und der Ausbildungsvertrag aufgelöst wurde. Er wechselte Firma und Ausbildungsberuf - lernte jetzt IT-Systemelektroniker - und setzte unbeirrt den Abi-Fernlehrgang fort. Am Ende besteht er seine Prüfungen mit Bravour, schließt die Ausbildung mit 1,3 ab, das Abitur mit 1,5. "Mit diesen Noten habe ich es allen bewiesen", erzählt Marc-Lorenzo Schulz stolz. "Der Aufwand hat sich gelohnt: Jetzt kann ich endlich studieren!" Zunächst hatte er in seinem Ausbildungsbetrieb eine Vollzeitstelle, seit Oktober 2008 ist er dort als Werkstudent angestellt, um sich neben dem Studium, das er inzwischen aufgenommen hat, etwas dazuverdienen zu können. Er überzeugte nicht nur Freunde und Familie - auch sein Chef ist vom großen Engagement beeindruckt: Für die Zeit nach seinem Studium sichert der ihm schon jetzt eine entsprechende Vollzeitstelle zu.

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