Liberalisierung des Urheberrechts -- Pro und Contra

Die Debatte über eine Liberalisierung und Modernisierung des Urheberrechts hält unvermindert an. Während die Piratenpartei der Meinung ist, dass das Urheberrecht in seiner bestehenden Form den freien Zugang zu Wissen und Kultur einschränke, empören sich immer mehr Urheber wie der "Geo"-Chefredakteur Peter Matthias Gaede.

In der Debatte um das Anti-Online-Piraterie-Gesetz ACTA und das Urheberrecht meldet sich "GEO"-Chefredakteur Peter Matthias Gaede zu Wort. Die Argumentationen der ACTA-Gegner bezeichnet Gaede als "Verlogenheit derer vom Stamme Nimm".

Weniger polemisch argumentiert die kulturpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen, Agnes Krumwiede, die in einem Kommentar für die "taz" darauf hingewiesen hat, dass das Recht auf eine angemessene Vergütung untrennbar verbunden sei mit dem Recht vor Entstellung und Missbrauch geistigen Eigentums. Auch sie ist der Meinung, dass das Urhebervertragsrecht dringend reformiert werden müsse, aber nicht, um die Urheber zu enteignen, sondern um ihre Rechte zu stärken.

Dabei wissen viele oft gar nicht, was genau die Piraten denn nun eigentlich fordern: nur eine Reform des Urheberrechts oder gleich seine Abschaffung? Die Piratenpartei hat deshalb eine Übersicht ihrer Positionen zusammengestellt, die genau erläutern, warum sie die Schutzfristen urheberrechtlich geschützter Werke reduzieren, die Gemeinfreiheit stärken und die Abmahnindustrie beschränken will.

hsk

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