Was der Buchmarkt nicht braucht

Die "Süddeutsche Zeitung" spricht sich offen gegen Bücher aus, "die sich zum Ärgernis entwickelt haben" und legt 10 Vetos gegen den Trend ein. Wer sich von dieser Kritik nicht angesprochen fühlt, kann sich beim Literaturwettbewerb "Worte gegen Rechts" einbringen.

Die "Süddeutsche Zeitung" nahm die Frankfurter Buchmesse zum Anlass, um sich kritisch über einige Trends und Themen zu äußern. Die Veto-Liste umfasst Regionalkrimis wie "Der Taunus lässt büßen", Einblicke in das Berufsleben aus der Sicht von Rettungssanitätern, Pathologen oder Urologen, Werke von Vätern, die das Elterngeld nicht nutzen, um mehr Zeit für ihre Kinder zu haben, sondern um über ihre neue Rolle als Vater zu berichten usw. usf. Eine herrliche Tirade gegen "bewegende Liebesgeschichten vor dem Hintergrund großer internationaler Konflikte", das Zusammenfassen von Blogeinträgen zu einem Buch, all die Coffeetable-Literatur, für die man keine Regale, sondern Tische benötigt, oder den Trend zum Sex-Buch.

Noch bis zum 9. November kann man sich mit kurzen, noch unveröffentlichten Texten am Literaturwettbewerb "Worte gegen Rechts" des Verbandes deutscher Schriftsteller beteiligen. Eingereicht werden können je ein Gedicht oder Prosawerk gegen Rassismus, Fremdenhass und für die Achtung der Menschenwürde. Die jeweils zehn besten Beiträge werden veröffentlicht und honoriert.

hsk

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