Was tut sich in den Redaktionen?

Die Zeiten, als Redaktionsbesichtigungen noch kostenlos waren und der Blatt-Leser-Bindung dienten, sind beim "Spiegel" offenbar vorbei. Derweil macht sich Martin Eiermann um die journalistische Vielfalt Sorgen und die schweizer Zeitung "reportagen" setzt Zeichen gegen einen allgemeinen Trend.

Interessierte Besucher werden Heutzutage beim "Spiegel"-Verlag zur Kasse gebeten. Für 895 Euro wird man nicht nur durch das neue Redaktionsgebäude in Hamburg und die Druckerei in Itzehoe geführt, im Preis inbegriffen sind auch eine Bahnfahrt zweiter Klasse, ein Lunch in Tim Mälzers Bullerei, Übernachtungen im Hotel Steigenberger, eine Hafenrundfahrt und die Teilnahme an einem "Spiegel"-Gespräch mit dem Chefredakteur Georg Mascolo.

Auch um die journalistische Vielfalt ist es nicht mehr allzu gut bestellt, wie Martin Eiermann in einem Beitrag für "The European" festgestellt hat. Die würde nur noch vorgegaukelt, während die großen Medienkonzerne längst von der Markt- zur Planwirtschaft übergegangen seien und die Monopolisierung weiter voranschreite.

Gegen den Trend, immer kürzere Artikel zu drucken, wurde in der Schweiz die Zeitschrift "reportagen" gegründet. Jedes "Heftli" enthält neben einer historischen Reportage nicht nur aktuelle Beiträge von Journalisten über die Gasförderung in Russland oder das Doppelleben eines Pädophilen, sondern auch kurzweiligere Berichte aktueller Schriftsteller wie Sybille Bergs Kreuzfahrtreport.

hsk

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