Streit ums „liebe“ Geld

Während sich die VG Wort wohl bald in dritter Runde vor Gericht mit einem Autoren um (un)rechtmäßige Abzüge streitet, werden die Stimmen aus den Reihen der Arbeitgeber lauter, sich der Künstlersozialkasse gleich ganz zu entledigen.

Auch in der zweiten Instanz vor dem Münchner Oberlandesgericht wurde der Klage des Urheberrechtsexperten und Autoren Martin Vogel stattgegeben, der nicht länger hinnehmen wollte, dass ihm die Verwertungsgesellschaft Wort pauschal einen Verlegeranteil bei den jährlichen Ausschüttungen abzieht. Obwohl die VG Wort 400.000 Autoren vertritt und dafür sorgt, dass sie für das Ausleihen ihrer Bücher eine Bibliothekstantieme und eine Entschädigung für private Kopien und Nachdrucke erhalten, will sie aber auch dieses Urteil anfechten und führt damit, so Vogel, "auf Kosten der Urheber unbegrenzt Prozesse gegen deren Interessen".

Gestritten wird momentan ebenfalls um den Fortbestand der Künstlersozialkasse (KSK), die Kranken- und Rentenversicherung freier Künstler und Publizisten. Obwohl die Arbeitgeber bislang nur etwa ein Viertel ihres gesetzlich geregelten Sozialversicherungsbeitrags gezahlt haben (und viele Firmen gar nicht, weil die Einzahlungen in die KSK nie überprüft wurden), möchten sie die KSK am liebsten gleich ganz abschaffen.

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